Dienstag

 

07.02.12

Besuch im winterlichen Zoo  
Bei den derzeit herrschenden Temperaturen sind kalte Füße an der Tagesordnung. Darunter leiden aber nicht nur wir Menschen, sondern auch die Tiere im Rostocker Zoo. So muss Elefantendame Sara gründlich eingecremt werden, um ihre Haut vor der Witterung zu schützen. Vor einem kleinen Spaziergang werden vor allem kälteempfindlichen Stellen um die Augen, die Ohren und Füße  mit einer Mischung aus Vaseline und Huffett eingerieben. Im Außengelände der Humboldt-Pinguine herrscht dagegen gähnende Leere. Die Tiere kommen nämlich nicht aus der Antarktis sondern aus milderen Gefilden und verbringen die kalte Jahreszeit daher lieber im Warmen. Keine Probleme mit der Kälte haben Eisbären und Enten. Von Natur aus gut geschützt, lassen sie sich von den Minusgraden kaum beeindrucken. Sie genießen das Wintervergnügen, bis dann das Eis schmilzt und im Zoo der Frühjahrsputz beginnt.   

CDU bietet Methling Kooperation an 
Die Rostocker CDU hat dem alten und neuen Oberbürgermeister Roland Methling eine konstruktuve Zusammenarbeit angeboten. Bürgerschaft, Oberbürgermeister und Verwaltung seien aufeinander angewiesen, sagte der Kreisvorsitzende Jörn-Christoph Jansen. Nur gemeinsam lasse sich die Entwicklung der Stadt voranbringen. Bei ihrer Wahlauswertung befasste sich die Union auch mit der geringen Wahlbeteiligung von 36 Prozent. Es müssten gemeinsame Wege gefunden werden, die Bürger wieder für die politische Entwicklung in der Hansestadt zu interessieren. CDU-Kandidaten Karina Jens hatte mit 7 Prozent ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren.

MV bei westlichen Nachbarn beliebt 
Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern wird bei seinen westlichen Nachbarn immer beliebter. Jeder fünfte Einwohner von Hamburg und Schleswig-Holstein macht inzwischen bei uns Ferien, teilte der Tourismusverband am Dienstag in Rostock mit. Dabei seien Tagesgäste und Kurzurlauber noch nicht einmal eingerechnet. Der Nordosten habe sich vom Geheimtipp zum angesagten Urlaubsziel entwickelt, sagte Verbandspräsident Jürgen Seidel. Und der Zuspruch könnte noch wachsen: Einer Studie zufolge ist das Potenzial von Gästen aus den Nachbarländern erst zur Hälfte ausgeschöpft.

Konjunkturklima trübt sich ein 
Das Geschäftsklima in Mecklenburg-Vorpommern trübt sich ein. Das ergab die gemeinsame Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Rostock mit den Kammern in Schwerin und Neubrandenburg. Demnach fürchten die Unternehmen vor allem Risiken durch die europäische Schuldenkrise. Die aktuelle Lage in den Betrieben wird zwar noch besser eingeschätzt als vor einem Jahr, die Aussichten sind aber durchwachsen. So erwartet jeder fünfte Unternehmer für die Zukunft schlechtere Geschäfte. Der Rostocker IHK-Chef Andreas Sturmowski forderte angesichts dieser Aussichten eine Wirtschaftspolitik, die Unternehmen und Verbrauchern Vertrauen auf eine Lösung der Probleme vermittelt.
 

Montag

 

06.02.12

Winterreiten am verschneiten Strand
Frostige -6 Grad zeigte das Thermometer am Wochenende. Davon ließen sich aber die zahlreichen Besucher auf dem Warnemünder Wintervergnügen nicht abschrecken. 3 Tage lang bewies das Ostseebad mit einem abwechslungsreichen Programm, dass es sich auch im Winter lohnt, hier auf Erlebnistour zu gehen. Ein Höhepunkt war das Winterreiten am Sonnabend. Mit Kutschfahrten oder Ponnyreiten kamen Groß und Klein voll auf ihre Kosten. Der Verein "Pferdefreunde Ostseeküste" verwandelte den Strand in eine romantische Kulisse, die für Kälte und Schnee entschädigte. Das Warnemünder Wintervergnügen konnte sich in den letzten 3 Jahren als festes touristisches Ereignis in den Winterferien etablieren. Und auch im nächsten Jahr heißt es wieder: Mütze auf und ab ans Meer!

Tessiner ist kreativster Rostocker
Der kreativste Rostocker kommt aus Tessin: Hans-Werner Alshuth gewann am Wochenende den Publikumspreis bei der Ausstellung "Rostock kreativ" in der Kunsthalle. Sein Bild "Sonnenzeichen" erhielt mit 131 die meisten Stimmen. Insgesamt hatten sich knapp 2000 der mehr als 5000 Ausstellungsbesucher an der Wahl beteiligt. In der Schau konnten Hobbykünstler aus unserer Stadt und der Region ihre besten Arbeiten präsentieren. Alshuth war bereits 2011 zum Publikumsliebling gewählt worden.

Foto von Synagoge aufgetaucht
Das Stadtarchivar der Hansestadt Rostock beschäftigt sich mit der Dokumentation der Stadtgeschichte. Ein bei der Ostsee-Zeitung eingegangenes Foto sorgte deshalb für großes Aufsehen. Der 71-jährige Rostocker Hans-Peter Weißflog hat in der Fotografie-sammlung seines Schwiegervaters Hans  Nellner ein Bild der Rostocker Synagoge entdeckt. Das jüdische Gotteshaus wurde in der Reichspogromnacht vom 10. November 1938 von Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Dessen Ruine wurde dann im Zuge der Bombenangriffe von 1944 vollkommen zerstört. Bisher war das Stadtarchiv lediglich im Besitz eines einzigen Fotos. Karsten Schröder, Leiter des Stadtarchivs, ist erfreut über diesen Sensationsfund, denn nun ist das Archiv um ein Stück Rostocker Geschichte reicher. 

Menschenschmuggel im Seehafen aufgedeckt
Die Bundespolizei hat am Sonntag im Überseehafen einen  Menschenschmuggel verhindert. Das Auto eines 30-jährigen Afghanen war bei der Ausreise nach Gedser routinemäßig kontrolliert worden. Dabei stellten die Beamten fest, dass drei der Insassen keine Papiere hatten. Die drei Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren stammten ebenfalls aus Afghanistan und sollten offenbar illegal nach Dänemark gebracht werden. Die Jugendlichen wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben, gegen den mutmaßlichen Schleuser wird ermittelt.
 

Samstag

 

04.02.12

 

Freitag

 

03.02.12

IOW verleiht Preis für Meeresforschung 
Der Bremer Geowissenschaftler Tobias Goldhammer wurde am Leibnitz-Institut für Ostseeforschung für seine Forschungsarbeit geehrt. Seine Doktorarbeit, die sich mit dem Phosphor-Kreislauf im Meer befasst, erhielt am Freitag den Briese-Preis für Meeresforschung. Die Reederei Briese in Leer stiftet jährlich den mit 5000 Euro dotierten Preis. Mit ihm sollen herausragende Arbeiten in der Meeresforschung gewürdigt werden. Der mit 2000 Euro dotierte Technik-Sonderpreis ging an den Berliner Ingenieur Martin Lück. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Entwicklung von U-Booten, die keinen Druckausgleich brauchen. Mit ihnen sollen neue Wege in der Erforschung der Ozeane gegangen werden.

Neuer Auftrag für Nordic Yards
Die Nordic Yards Werften haben einen neuen Auftrag erhalten: Siemens Energy lässt an den Standorten Warnemünde und Wismar eine dritte Plattform für die Offshore-Windindustrie bauen. Zwei dieser Plattformen werden derzeit bereits bei Nordic gefertigt. Der neue Auftrag beschert den 941 Beschäftigten Arbeit für ein weiteres Jahr. Baubeginn ist im Mai.

50 Entwürfe für Mittelmole
Mehr als 50 Architekten aus dem In- und Ausland haben Entwürfe für die Warnemünder Mittelmole eingereicht. Ein Preisgericht suche daraus nun die 15 aussichtsreichsten Konzepte aus, teilte die Stadt am Freitag mit. In der zweiten Runde werden dann diese Ideenskizzen von den Teilnehmern zu detaillierten Plänen weiterentwickelt. Der Gewinner soll dann im Juni gekürt werden. Die Stadtverwaltung hatte den Wettbewerb für das 21 Hektar große Areal im Dezember ausgeschrieben. Ziel ist es, die Mittelmole zu einem attraktiven und lebendigen Standort zu entwickeln, an dem Wohnen, Tourismus und Parkplätze sinnvoll vereint werden.

FDP-Mehrheit für Methling
Die Rostocker FDP-Mitglieder wollen mehrheitlich Oberbürgermeister Roland Methling behalten. Das ergab jetzt eine Umfrage der Liberalen zur Wahl am Sonntag. Demnach unterstützt jedes zweite FDP-Mitglied den Amtsinhaber. Auf Platz zwei folgt Karina Jens für die CDU, an dritter Stelle liegt der SPD-Kandidat Ait Stapelfeld. Eine Wahlempfehlung für einen der Bewerber sprechen die Liberalen allerdings nicht aus. Die FDP hatte frühzeitig auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichtet.
 

Donnerstag

 

02.02.12

Schwarzer Tag für FDP
Kein guter Tag für die FDP in der Bürgerschaft: Bei der Sitzung am Mittwoch mussten die ohnehin schon gebeutelten Liberalen gleich zwei Rückschläge hinnehmen. Bei der der ersten ging es um einen Aufsichtsratsposten bei der Hafen-Entwicklungsgesellschaft HERO. Die FDP hatte sich mit der Fraktion Für Rostock zusammengeschlossen, um dem Rostocker Bund seinen Sitz abnehmen zu können. Allerdings stimmten auch Abgeordnete der Grünen für den Kandidaten des Rostocker Bundes, was diesem die Mehrheit brachte. Beide Seiten sahen sich bei dem Postengerangel im Recht. Die zweite Schlappe für die FDP gab es bei einer Abstimmung über ihre Fraktionsrechte.  Nach dem Austritt von Ralf Grabow aus der FDP gibt es nur noch drei FDP-Abgeordnete - zu wenig für eine Fraktion. Die FDP hatte beantragt, dennoch einen Raum im Rathaus nutzen zu dürfen. Das verweigerte ihr jedoch eine Mehrheit in der Bürgerschaft. 

Bürgerschaft trifft Entscheidungen
Bei der Bürgerschaftssitzung wurden auch inhaltliche Entscheidungen getroffen. So sollen auf dem bislang unbebauten Teil der ehemaligen Neptunwerft künftig auch Wohnungen gebaut werden dürfen. Bislang war das Gelände als reines Gewerbegebiet vorgesehen, es fanden sich aber keine Unternehmen, die dort investieren wollen. Außerdem beschloss die Bürgerschaft, dass alle Planungen für eine Umgestaltung der Wallanlagen vorher öffentlich diskutiert werden müssen. Viele Rostocker fürchten, dass in dem Grüngürtel ein ähnlicher Kahlschlag drohen könnte wie auf dem Kanonsberg.

Piraten mögen Bachmann 
Die Piratenpartei schwimmt derzeit bundesweit auf einer Welle der Zustimmung. Für den Rostocker Oberbürgermeisterwahlkampf kam der Aufschwung allerdings zu spät, so dass kein Pirat ins Rennen geschickt wurde. Dennoch hat sich jetzt die Partei in den Wahlkampf eingeschaltet: Sie befragte die 7 Kandidaten, welche Haltung sie zu Themen haben, die den Piraten wichtig sind. Dabei kam heraus, dass sich die Partei am ehesten mit Sybille Bachmann vom Rostocker Bund identifizieren kann. Ihr Konzept stehe für Freiheit, Transparenz und den Wunsch nach einem fairen Klima im Rathaus. Eine direkte Wahlempfehlung für Bachmann gaben die Piraten allerdings nicht ab.

Pakete nicht unfrei verschicken
Die Verbraucherzentrale warnt vor dem Versenden von sogenannten unfreien Paketen. Das könne den Absender teuer zu stehen kommen, teilten die Verbaucherschützer mit Blick auf einen aktuellen Fall mit: Eine Frau aus Güstrow hatte eine Sendung mit Vitaminpillen erhalten, die sie nicht bestellt hatte. Sie schickte das Paket unfrei, also ohne Porto, zurück. Der ursprüngliche Absender verweigerte jedoch die Annahme und nun soll die Frau mehr als 50 Euro bezahlen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt in diesem Zusammenhang dringend, keine unbestellten Pakete anzunehmen und auch nicht von Nachbarn annehmen zu lassen. Falls man durch eine Benachrichtigungskarte von einem unerwarteten Paket erfährt, sollte man es lieber gar nicht erst abholen, so der Expertentipp.
 

Mittwoch

 

01.02.12

1000 Euro für Oskar
Der ambulante Kinderhospizdienst Oskar begleitet todkranke Kinder und ihre Familien. Um ihn zu unterstützen, übergab das "Hotel am Alten Strom" am Mittwoch eine Spende von 1000 Euro. Zum vierten Mal hatte das Hotel dafür zusammen mit umliegenden Geschäften eine Adventstombola organisiert. Insgesamt 19 Ehrenamtler wurden für ihre Arbeit speziell geschult und besuchen regelmäßig Weiterbildungen. Pro Jahr werden in Rostock und Umgebung etwa 10 Familien betreut. Der Kinderhospizdienst wurde im Oktober 2007 gegründet. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas und Diakonie. 

Altes Schmalz
Dass Lebensmittel meist länger essbar sind, als das Mindesthalt-barkeitsdatum aussagt, ist ja bekannt. Als unerwartet langlebig hat sich aber jetzt in Warnemünde eine Dose Schweine-schmalz erwiesen: Nach 64 Jahren war ihr Inhalt durchaus noch genießbar. Das bestätigte am Mittwoch eine Analyse des Landesamts für Lebensmittel-sicherheit in Rostock. Das Schmalz schmeckte und roch zwar etwas muffig und auch die Konsistenz war nicht mehr optimal, aber insgesamt bestand es den Test. Ein heute 87-jähriger Apotheker im Ruhestand hatte die Dose aus einem amerikanischen Care-Paket für schlechte Zeiten aufgehoben. Den Inhalt will er nun nach so langer Zeit tatsächlich noch essen. 

Auszeichnung für Uni
Junge Menschen, die von außerhalb in unsere Stadt kommen, werden an der Universität Rostock besonders gut betreut. Das bestätigte jetzt wieder die Hochschulinitiative Neue Bundesländer, indem sie die Universität mit einem Preisgeld von 100 000 bedachte. Mit dem Konzept "Oben ankommen" unterstützt die Hochschule ihre Studenten während des Studiums und bei der Berufswahl. Damit leiste sie einen Beitrag zu attraktiven Studienbedingungen und könne so auch Studenten aus den westlichen Bundesländern anlocken, urteilte die Jury. Schon im vergangenen Jahr war die Uni Rostock dafür ausgezeichnet worden. 

Einbruch in Modegeschäft
In ein Modegeschäft in der Langen Straße ist in der Nacht zu Mittwoch eingebrochen worden. Laut Polizei verschafften sich die Täter durch einen Seiteneingang Zutritt zu der Boutique. Sie brachen die Kassen auf und raubten Damen- und Herrenbekleidung, die gerade erst frisch eingetroffen war. Der Gesamtschaden wird auf 10 000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.
 

 
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